Der Aal: Fischinfos und Tipps zum Aal-Angeln

Aal-Angeln will gelernt sein: Hier bringen wir euch Grundwissen und Aaltipps näher. Allerdings sollte man auch wissen, dass die Aalbestände bedroht sind.

Fischinfos zum Aal

Der Europäische Aal ist in ganz Europa sowie in Kleinasien und Nordafrika beheimatet. Er ist ein Raubfisch, der vor allem durch seine schlangenförmige Körperform auffällt. Männchen können eine Länge von bis zu 60 Zentimetern erreichen, Weibchen erreichen eine Länge von bis zu einem Meter – wobei auch schon Rekord-Aale gefangen wurde, die bis zu anderthalb Meter lang waren.

Der Aal ist ein nachtaktiver Raubfisch. Die besten Zeiten um ihn zu fangen sind die frühen Morgenstunden sowie die späten Abendstunden. Des Weiteren gilt das Nachtangeln als besonders aussichtsreich.

Aale halten sich gern in Ufernähe auf, weil sie dort zwischen den ufernahen Wasserpflanzen Schutz finden. Des Weiteren graben sich die Räuber auch gern im Bodengrund ein. In Fließgewässern halten sie sich gern in strömungsarmen Gewässerbereichen auf.

Als Aal-Köder empfehlen sich vor allem Würmer, insbesondere Tauwürmer. Des Weiteren gelten kleinere Fischfetzen als Erfolg versprechende Köder auf Aal. Zahlreiche Angler versetzen ihre Aal-Köder mit Duft- beziehungsweise Lockstoffen, weil Aale nicht besonders gut sehen, aber dafür ein hervorragendes Riechorgan haben.

Für das Angeln auf Aal empfiehlt es sich, zu einer stärken Angel zu greifen. Die Rute sollte möglichst steif sein und auch die Angelschnur sollte einen vernünftigen Durchmesser haben. Denn leider kommt es immer wieder vor, dass es dem Raubfisch während des Drills gelingt, sich um Wurzeln oder andere „Hindernisse“ zu wickeln, so dass man ihn fast nicht mehr los bekommt. In solchen Fällen gilt es den Fisch mit kräftigen „Stößen“ loszufedern. Um das zu schaffen gilt es die Schnur unter Spannung zu halten und die Angelrute mit leichten Stößen der Handunterseite in Schwingung zu versetzen.

Alternativ zum klassischen Aal-Angeln mit der Angelrute empfiehlt sich das Pöddern. Mit dieser Angelmethode lassen sich die Fische schonend fangen, so dass untermäßige Aale unversehrt zurückgesetzt werden können.

Hinweis zum Thema Aal-Angeln

Die Zukunft des Aals sieht alles andere als rosig aus. Seit Jahren gehen die Bestände sehr deutlich zurück. Immer weniger Tiere gelangen erreichen die Sargassosee, wo sie laichen. Schuld daran sind unter anderem die Turbinen von Wasserkraftwerken, sowie kommerzielle Fischfänger. Des Weiteren gelangen immer weniger Jungaale in unsere Gewässer zurück, weil schon die Aal-Larven von in großen Mengen abgefischt werden. Auch wenn es nicht unbedingt wir „Hobby Angler“ sind, die für den drastischen Rückgang der Aalbestände verantwortlich sind, so leisten wir dennoch einen gewissen Beitrag.