Die Aalreuse zum Angeln auf Aal richtig einsetzen

Wenn es um den Fang von Aal geht, dann spielen Aalreusen auch heutzutage noch eine bedeutende Rolle. Einfacher und wirtschaftlicher lassen sich Aale nicht fangen.

Der Fang von Fischen und Krebsen mit der Reuse hat eine weit zurückreichende Tradition. Schon vor mehr als tausend Jahren wurden Reusen zum Fischfang gebaut. Was die Fertigungsmaterialien betrifft, so wurden beispielsweise Weidenzweige, Sehnen und einfache Textilien verarbeitet. Einige dieser Materialien, wie zum Beispiel die Weidenzweige, gelangen beim Reusenbau auch heute noch zum Einsatz. Selbstverständlich werden aber auch moderne Materialien, wie zum Beispiel Stahl und Nylon, verbaut.

Auch wenn man es sich vielleicht gar nicht so richtig vorstellen kann, so spielen die Reusen auch heutzutage noch eine bedeutende Rolle – zumindest dann, wenn es um den Fang von Aalen geht. Da der Aalfang mit Netzen so gut wie unmöglich ist und sich der Fang mit der Angelrute aus wirtschaftlichen Gründen nicht lohnt, so setzen die Aalfischer auf die gute, alte Aalreuse.

Aalreusen werden mit Ködern wie Schnecken oder Würmern bestückt und dann in Ufernähe ausgesetzt. Die meisten Fischer haben feste Stellen, wo sie ihre Reusen auslegen und befestigen können. Damit alles möglichst schnell gehen kann, werden die Reusen von den Berufsfischern nicht vom Ufer aus, sondern direkt vom Boot aus ausgelegt. Weil der Aal ein nachtaktiver Fisch ist, werden die Reusen abends ausgelegt und am frühen Morgen wieder eingeholt.

Da es immer wieder einige Angler gibt, die sich eine eigene Aalreuse bauen möchten, noch ein paar Informationen zum Aufbau beziehungsweise zur Bauweise. Eine Reuse ist im Endeffekt nichts anderes als eine Röhre, die sich aus mehreren hintereinander befindlichen Trichtern zusammensetzt. Die Trichter sind an ihren Enden stark verjüngt, so dass die Fische einfach in die Reuse hinein schwimmen können, aber nur noch schwer hinaus finden.

Hinweis: Das Fischen mit Reusen ist teilweise verboten (je nach Region und Gewässer) oder ausschließlich Berufsfischern gestattet. Je nach Bundesland gelten andere Regelungen.