richtig Anfüttern mit Lockfutter für mehr Erfolg beim Angeln

Mit einer Futtermischung korrekt anzufüttern ist gar nicht so einfach. Doch ein Angler der weiß wie es geht, der zieht auch an schwierigen Gewässern kapitale Fische an Land.

Was man unter Anfüttern versteht, sollte eigentlich jedem Anfänger geläufig sein: am Angelplatz wird an einer ausgewählten Stelle eine so genannte Futtermischung in das Wasser geworfen um Friedfische anzulocken. Anschließend wird die Futterstelle meist von vielen Fischen aufgesucht, so dass der Angler seinen Köder nur noch über oder nahe der Futterstelle präsentieren muss. Angefüttert wird hauptsächlich von Stippfischern und Karpfenanglern.

Während man in stehenden Gewässern relativ leichtes Spiel hat, so tun sich die meisten Angler an Fließgewässern häufig sehr schwer. Grund ist die Strömung, die das Futter meistens schnell verteilt und fort trägt. Deshalb sollte man bei Gewässern mit mittlerer oder gar starker Strömung nur bedingt Futterstellen einrichten. Oftmals ist es dann besser, einen Futterkorb zu verwenden.

Angefüttert wird in der Regel mit Teigmischungen. Als Basis dienen meist Semmelbrösel oder auch Paniermehl, unter welches gezielt weitere Bestandteile, wie zum Beispiel geriebener Zwieback gemischt wird. Viele Angler versehen ihre Futtermischung zusätzlich mit Lockstoffen oder Duftstoffen. Je nach Zielfisch kann man die Futtermischungen auch eimerweise im Handel kaufen. Die Teigmischung wird anschließend mit ein wenig Wasser versetzt, so dass man daraus eine Handgroße Kugel formt, die von der Konsistenz so beschaffen ist, dass sie nicht gleich zerfällt. Die Futterkugeln kann man dann ganz komfortabel mit der Hand an die vorgesehene Futterstelle werfen. Die Futtermischung selbst verteilt sich wie eine Art Staubwolke, welche die Fische zwar anlockt, aber von diesen nicht wirklich aufgenommen werden kann – was dazu führt, dass sich die Fische für den Köder am Haken entscheiden.

Allerdings solle man es mit dem Anfüttern auch nicht übertreiben. Einige Angler meinen es oftmals viel zu gut: da werden dann an einem Angeltag schon einmal mehrere Kilo Futtermischung im Wasser versenkt, die dann von den Fischen überhaupt nicht angerührt wird. Diese gammelt dann im Gewässer vor sich hin und verschlechtert dann nur die Wasserqualität. Deshalb bitte immer nur in Maßen, also angemessen anfüttern! Auch nicht nach dem Angeltag die übrig gebliebenen Futterreste in das Wasser kippen – diese dann entweder beim nächsten Mal wieder verwenden oder zu Hause auf dem Komposthaufen entsorgen.