Eisangeln und somit auch im Winter fangen

Auch im Winter kann man angeln: ein kleines Loch in der Eisfläche reicht aus, und schon kann es mit dem Eisanglen los gehen.

Sowie wie die eigentliche Angelei hat auch das Eisangeln eine bereits weit zurückreichende Tradition und wurde bereits vor vielen Jahrhunderten praktiziert. Doch aufgrund der Wetterbedingungen bietet sich an deutschen Gewässern eher selten die Gelegenheit, Eisangeln zu gehen. Doch dafür erfreut es sich in bestimmten Gegenden wie zum in Teilen Russlands, Amerikas oder auch in Norwegen einer großen Beliebtheit.

Beim Eisangeln steht das Thema Sicherheit an erster Stelle. Bevor man mit den Angeln beginnt, gilt es Dicke des Eises zu überprüfen – außerdem sollte man stets wachsam sein und auf Veränderungen der Eisoberfläche achten. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, besonders an Gewässern die über Monate hinweg zugefroren sind und Eisflächen deutlich dicker als 10 Zentimeter sind.

Beim Eisangeln muss man sich zunächst einmal eine Angelstelle schaffen, sofern noch keine vorhanden ist. Dazu wird mit einem Eisbohrer ein Loch in das Eis gebohrt – meist reicht schon ein Durchmesser von 15 Zentimetern (je nach dem welcher Fisch durchpassen soll oder muss). Das Eisloch sollte auf keinem Fall mit brachialer Gewalt erzeugt werden, Werkzeuge wie Axt oder Pickel sollten nur im alleräußersten Notfall eingesetzt werden.

Was die Angelausrüstung betrifft, so kommt man mit der klassischen Ausrüstung nicht weit. Am besten kauft man sich eine typische Zitterangel beziehungsweise Zitterrute. Diese Miniangeln haben eine Art Schwingspitze, wodurch der Kunstköder stets in Bewegung gehalten wird und Raubfische gezielt anlockt. Diese Miniangeln können ganz einfach und bequem mit einer Hand festgehalten werden. Die Angel selbst muss man die ganze Zeit über in der Hand festhalten – nur so, bleibt der Köder in Bewegung.

Das Angeln mit der Pose gestaltet sich sehr schwierig, weil das Wasser im Eisloch meist schnell wieder zufriert und eine kleine Eisschicht an der Oberfläche bildet. Diese Eisschicht muss regelmäßig beseitigt werden – umrühren hilft! Wer das erste Mal zum Angeln auf das Eis hinausgeht, sollte sich von einem erfahrenen Angler einweisen lassen, denn so lassen sich die Fangchancen deutlich erhöhen.