Infos zur Wollhandkrabbe sowie Tipps für Angler

Die aus Asien eingeführte Wollhandkrabbe ist inzwischen in zahlreichen Gewässern heimisch und bereitet einigen Anglern und Fischern Schwierigkeiten.

Auch wenn die Wollhandkrabbe ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammt, so ist sie inzwischen zu einem dauerhaften Bewohner zahlreicher Angelgewässer sowie zum Feind vieler Angler geworden – und somit hat sie es verdient, in unser Angellexikon aufgenommen zu werden.

Es ist davon auszugehen, dass die Wollhandkrabbe zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts durch die Schifffahrt in die europäischen Gewässer eingeschleppt wurde. Weil sie bei uns so gut wie keine natürlichen Feinde hat, konnte sie sich in Ruhe ausbreiten. Hinzu kommt, dass sie ein Allesfresser ist (sie frisst Wasserpflanzen, Larven, Muscheln, Schnecken, kleine Fische und Aas) und heimischen Tieren die Nahrung streitig macht. Deshalb wird ihre Ausbreitung sehr kritisch betrachtet.

Ihren Namen verdankt die Wollhandkrabbe den männlichen Exemplaren, deren Scheren mit zahlreichen kleinen Haaren überzogen sind. Die Krabben können eine Breite von bis zu 30 Zentimetern erreichen (Messung inklusive der Beine).

Wollhandkrabben als Störenfried beim Angeln

Schon zahlreiche Flussangler haben mit der Wollhandkrabbe Bekanntschaft gemacht – allerdings keine besonders erfreuliche. Es ist nämlich so, dass diese Krabbe dazu neigt, den Köder – sofern er auf Grund angeboten wird - vom Haken abzufressen.

Reusenfischer haben mit der Krabbe ebenfalls Probleme. Es soll schon mehrfach vorgekommen sein, dass die Krabben Reusen befallen und die gefangenen Fische angefressen haben sollen.

Wer an Flüssen angelt, in denen die Wollhandkrabbe angesiedelt ist, der muss unter Umständen seine Angelmontage so modifizieren, dass die Krabben nicht an den Köder gelangen. Am einfachsten geht das, indem man den Köder nicht ganz absinken lässt. Mit einem Auftriebskörper, wie zum Beispiel einer kleinen Styroporkugel die sich auf der unteren Hälfte des Vorfachs befindet, kann man dem Köder so viel Auftrieb verliehen, dass er über dem Grund schwebt und nur noch von den Fischen aufgenommen werden kann.