Auf zum Angeln in die Niederlande

Im letzten Jahr war wir vor allem in Deutschland unterwegs. Allerdings kann es ganz schön langweilig sein, wenn man immer nur an den Heimgewässern fischt. Deshalb haben wir uns vorgenommen, dieses Jahr andere Angelgewässer aufzusuchen. Erst wollten wir nach Dänemark, haben uns dann aber für die Niederlande entschieden, weil die Entfernung nicht so groß ist und man dort außerdem besonders preiswert fischen kann.

Hinsichtlich der Kosten schneiden die Niederland in der Tat sehr attraktiv ab. Es ist nicht so wie bei uns, dass man als Gastangler immens hohe Tageskarten lösen muss. An zahlreichen Gewässern kann man mit dem so genannten VISpas angeln. Hierbei handelt es sich um eine Art Erlaubnisschein, der in Verbindung mit zusätzlichen Verbandsdokumenten benötigt wird. Wer ihn besitzt, kann an einer Vielzahl an Gewässern fischen. Die Kosten sind äußerst überschaubar und zugleich sind die Gewässer richtig gut.

Wer noch nie in Holland zum Angeln gewesen ist, sollte sich am besten erst einmal Rat bei Leuten holen, die bereits erfahren sind. Meist ist das nicht schwer, über Angelforen findet man schnell die richtigen Leute. So haben wir das übrigens auch gemacht, es war wirklich ganz leicht, jemanden zu finden. Mittlerweile kennen wir die ersten Gewässer, sodass wir schon selbst losziehen können.

Die größten Kosten fallen wieder einmal für den Kraftstoff aus. Ob wir eine Tankkarte für die Niederland holen, wissen wir aber noch nicht. Ein Angelkollege ist beruflich in der Region häufiger unterwegs, vielleicht kann er seinen Chef hiervon überzeugen. Das wäre natürlich toll, die Tankkarte von Fleetkart scheint sehr attraktiv zu sein bzw. Tanken zu fairen Preisen zu ermöglichen. Die Erlaubnis vom Chef ist daher erforderlich, weil die Karte ausschließlich von Unternehmen beantragt werden kann. Für Privatpersonen gibt es sie leider nicht.

Weitere Kosten entstehen durch die Übernachtung. Wir halten mittlerweile viel aus und campen daher. Das geht relativ gut, sofern man einen vernünftigen Schlafsack mitnimmt. Derzeit wird es nachts noch relativ kalt, aber mit einem guten Schlafsack kann man es durchaus aushalten. Meiner hat eine Daunenfüllung und mich somit noch nie im Stich gelassen.

Beim Angeln hat man wiederum alle Möglichkeiten. Ich persönlich bin ja eher der Raubfischangler, weshalb ich nur mit einer Rute losziehe. Mittelgroße Wobbler funktionieren besonders gut, ich konnte gleich beim ersten Mal einen großen Hecht sowie zwei ordentliche Zander überlisten. Wer auf Karpfen angeln mag, kommt aber ebenfalls auf seine Kosten.

Wer Interesse hat und selbst zum Fischen nach Holland fahren möchte, sollte dies ruhig wagen. Wie gesagt: Angeltechnisch ist sehr viel möglich und der VISpas hilft dabei, die Kosten relativ niedrig zu halten. Wer mehr über das Tanken wissen möchte, kann sich hier über die Fleetkart informieren. Aber wie gesagt: Es gibt die Karte nur für Unternehmen. Angler, die selbständig sind oder einen kooperativen Chef haben, befinden sich daher klar im Vorteil.

Zum Meeresangeln kann ich leider noch nichts sagen, wir sind bisher nur an Binnengewässern gewesen. Aber ich schätze, dass ich bis Ende des Jahres weitere Informationen nachliefern kann.