Kalte Angelsaison: Ab nach Italien an den Po

In diesem Jahr will es der Winter so richtig wissen. Zwar hatte ich erst vor kurzem hier im Blog die Angelsaison 2013 für eröffnet erklärt, doch bei solch niedrigen Temperaturen kann man nicht wirklich Fischen gehen. Viele Seen und Weiher sind wieder zugefroren und an den Flüssen tut sich auch nicht viel. Wie es scheint, beginnt die Saison in diesem Jahr erst sehr spät - wer nicht warten kann, sollte sich nach Angelgewässern im Ausland umsehen.

Es ist aber gar nicht immer so leicht, im Ausland zu angeln. Ein großes Problem ist die Anreise: In Nachbarländern wie Frankreich oder Polen ist es ebenfalls noch kalt. Natürlich könnte man auch in den Flieger steigen und kurzerhand in ein weiter entfernt liegendes Land reisen. Doch viele Angler können sich dies nicht leisten und suchen daher nach Angelmöglichkeiten in der Nähe. Dies könnte zum Beispiel der Po in Italien sein.

Natürlich darf man nicht davon ausgehen, dass in der Poebene bzw. in Oberitalien bereits die typischen Sommertemperaturen vorherrschen, die viele Leute vom Sommerurlaub kennen. Allerdings ist es dort erfahrungsgemäß stets ein paar Grad Celsius wärmer als bei uns. Wer Glück hat, erwischt ein mildes Wochenende und kann somit ein paar schöne Tage am Gewässer verbringen.

Einige Angler werden jetzt womöglich wissen wollen, was sie am Po erwartet. Neben den milderen Temperaturen der Poebene machen das Angeln sehr reizvoll, zumal der Po mit seinen 652 Kilometern der längste Fluss Italiens ist. Bei solch einer Länge findet garantiert jeder Angler einen Angelplatz.

Die Artenvielfalt im und am Gewässer ist groß. Allerdings ist der Po vor allem für seine Welse bekannt. Jeder begeisterte Welsangler muss in seinem Leben mindestens einmal an diesem Fluss gefischt haben. Schließlich bietet sich dort die Chance, wirklich große Fische zu landen. Zwar mag es in Deutschland auch große Welse fangen können, doch letztlich beheimatet der Po ungemein viele große Welse, zumal viele Welsangler bewusst Catch and Release praktizieren. Infolge bestehen einfach größere Chancen, große Fische zu fangen - auch wenn es eine Fanggarantie verständlicherweise nicht gibt.

So mancher Petrijünger muss mit dem Pkw eine beachtenswerte Strecke zurücklegen, um nach Norditalien zu gelangen. Im Vorteil befinden sich diejenigen, die über Italian Fuel Cards bzw. Tankkarten für Italien verfügen. Im vorangegangenen Beitrag hatte ich ja Esso empfohlen, aber wer viel international unterwegs ist, trifft wiederum mit Shell eine gute Wahl. Allerdings gilt auch hier, dass solch eine Karte nur an Unternehmenskunden ausgestellt wird. Angler müssen daher selbständig sein oder eben Überzeugungsarbeit beim Chef leisten.