Knotenkunde muss nicht schwierig sein

Viele Angler trauen sich an die Knotenkunde nicht heran, weil sie meinen, dass Angelknoten schwer zu binden sind. Dabei sind viele Knoten schnell erlernt.

Wenn es um das Thema Angelknoten geht, können nicht wirklich viele Angler mit Fachkenntnissen oder gar mit Fingerschick glänzen. Die meisten Angler beherrschen ein bis zwei Knoten und das war es dann auch schon. Dabei ist es enorm wichtig, gute Knoten zu machen. Nur so lassen sich sichere Verbindungen herstellen.

Folglich kann jedem Angler, der sich ernsthaft mit dem Angelsport auseinandersetzen möchte, nur dazu geraten werden, dieses Thema nicht auszulassen. Knotenkunde mag zweifelsfrei nicht zu den spannendsten Themengebieten zählen, aber dennoch macht es Sinn, sich damit zu beschäftigen.

Knoten entscheiden über die Tragkraft

Teilweise ist es schon erstaunlich, wie einige Angler ihre Wirbel / Karabiner an der Angelschnur festknoten. Dasselbe gilt auch für das anknoten von Kunstködern: Manchmal werden Knoten gemacht, die man eigentlich gar nicht so nennen darf. Weil die Umsetzung nicht vernünftig erfolgt, wird die Tragkraft an diesen Stellen maßgeblich verringert. Dies gilt besonders für das Angeln mit geflochtener Angelschnur: Geflochtene Schnüre können bei der Nutzung falscher Anglerknoten maßgeblich an Tragkraft verlieren.

Dabei ist es nicht schwer, bestimmte Knoten zu erlernen. Man braucht noch nicht einmal viel Zeit in die Knotenkunde zu investieren. So bietet es sich zum Beispiel an, sich die wichtigsten Knoten abzumalen bzw. sich aufzuzeichnen, wie man sie anwendet. Man bewahrt die Zeichnungen im Angelkoffer auf, damit man sie im Bedarfsfall griffbereit hat.

Natürlich existieren unzählige Angelknoten. Im Grunde reicht es jedoch aus, die wichtigsten drei bis vier Knoten zu beherrschen. Damit ist man gewappnet, um verschiedenste Problemstellungen angehen zu können. Ob man nun einen Seitenarm an der Hauptleine einbinden möchte oder ob ein zusätzlicher Drop-Shot Haken angeknotet werden soll: Man muss gar nicht viele Knoten kennen.

Knotenkunde richtig zu üben, lohnt sich

Erfolgreiche Angler stellen natürlich höhere Ansprüche an sich und möchten die Knoten sicher beherrschen. Dieses Ziel ist sogar relativ leicht zu erreichen. Wie schon gesagt wurde, sollte man zumindest ein paar grundlegende Knoten beherrschen. Sofern man sei ein paar Mal übt, ist dieses Ziel erreicht. Gerade am Anfang muss man ja auch nicht gleich mit Angelschnur oder Vorfachschnur üben. Es reicht aus, eine gewöhnliche Schnur zu üben. Wichtig dabei sind Präzision und Geschwindigkeit: Wer lange genug übt, kann auch anspruchsvolle Knoten innerhalb weniger Sekunden schnell anfertigen.