Angeln an der Elbe

Die Fischbestände der Elbe haben wieder zugenommen. Wer an der Elbe angeln möchte, sollte nicht zögern. Vor allem das Angeln auf Raubfische wie Hecht und Zander ist sehr aussichtsreich.

Mit einer Länge von 1091 Kilometern zählt die Elbe zu den längsten Flüssen Europas. Sie entspringt in Tschechien und mündet bei Cuxhaven in die Nordsee. Aufgrund der Mündung in das Meer wird sie auch als Strom bezeichnet.

Einst galt die Elbe als äußerst verschmutzt – ein Umstand, der vor allem der Industrialisierung zuzuschreiben ist. Doch seit den 90er Jahren nimmt die Wasserqualität wieder zu. Inzwischen werden rund 45 Fischarten gezählt. Vor allem Raubfischangler kommen auf ihre Kosten, denn in der Elbe werden sehr viele Hechte und Zander gezählt.

Im Bezug auf die Wasserqualität soll abschließend erwähnt werden, dass die größten Verschmutzungen von Tschechien ausgehen – und teilweise auch noch heutzutage im größeren Rahmen auftreten. So musste beispielsweise im Jahr 2005 eine Warnung ausgesprochen werden, die die Entnahme vom Fischen an der Elbe verbot, weil es in Tschechien zu einem Chemieunfall kam.

Gewässerinformationen zur Elbe

Wie es für einen Strom typisch ist, wird er aktiv von Schiffen befahren. Für Angler bedeutet das, dass sie mit einem erhöhten Wellengang rechnen müssen, der durch die Schifffahrt verursacht wird. Das stellt zwar kein Problem dar, aber die Angelmontagen müssen der Situation auf jeden Fall angepasst werden. Des Weiteren ist auch die Strömung zu beachten, die teilweise sehr stark ist, weil die Elbe an vielen Stellen für die durchfahrenden Schiffe begradigt und vertieft wurde.

Das mag sich alles vielleicht ernüchternd anhören, aber dennoch spricht vor allem der große Fischbestand für das Angeln an der Elbe. Die meisten Angler beurteilen die Elbe mit sehr gut und räumen auch Neulingen, die nur wenig oder keine Erfahrung mit dem Angeln an Flüssen haben, gute Erfolgsaussichten ein. Im Endeffekt kommt es nur darauf an, dass man über ausreichendes Angelwissen, Erfahrung und die richtige Angelausrüstung verfügt.

Was die Angelmethoden betrifft, so entscheiden sich die meisten Elbangler für das Grundangeln. Mit der Pose hat man es aufgrund des Wellengangs nicht ganz so einfach. Wer auf Raubfische aus ist, der sollte sich für die Spinnrute entscheiden. Die Erfolgsaussichten für das Spinnfischen sind sehr gut.

Im Bezug auf die Angelerlaubnis bleibt zu sagen, dass es noch ein paar Teilstrecken beziehungsweise Flussabschnitte gibt, an denen der Angelschein zur Berechtigung beziehungsweise zur Ausübung des Angelsports ausreichend ist. An den meisten Teilstrecken müssen jedoch Erlaubniskarten / Tageskarten erworben werden. Diese erwirbt man am besten direkt vor Ort. Wer beispielsweise im Urlaub an der Elbe angeln möchte, der sollte sich im Vorfeld mit regionalen Angelgeschäften in Verbindung setzen und erfragen, wo er Erlaubniskarten erwerben kann.