Alles über den Angelsport

Der Begriff Angelsport mag falsch gewählt sein, aber Angler müssen sich nicht beschimpfen lassen. Schließlich wissen wir über den waidgerechten Fischfang bestens Bescheid.

Angelsport – eine umstrittene Bezeichnung

Unser liebstes Hobby – das Angeln – wird auch häufig als Angelsport bezeichnet. Höchstwahrscheinlich wurde dieser Begriff in den Sechziger Jahren geprägt, als sich das Angeln immer mehr zu einer Art Hobby oder Freizeitbeschäftigung entwickelte und nicht mehr unbedingt als überlebenswichtige Form der Lebensmittelbeschaffung anzusehen war. Dank des damaligen Wirtschaftswunders musste niemand hungern, und Fisch konnte günstig auf dem Markt gekauft werden – was die Angler aber nicht davon abhielt, ihre Angelausrüstung nicht mehr einzusetzen.

Aufgrund der Tatsache, dass beim Angeln Fische – also Lebewesen – gefangen und getötet werden, finden viele Leute den Begriff Angelsport unpassend. Sie sind der Meinung, man könne diese Tätigkeit nicht als Sport bezeichnen.

Weil auch immer mehr Angler diese Ansicht vertreten, ist seit einigen Jahren festzustellen, dass der Begriff Angelsport immer seltener Verwendung findet. So gehen zum Beispiel immer mehr Angelvereine und Verbände dazu über, das Wort Angelsport aus ihrem Vereinsnamen oder ihrer Vereinsbezeichnung zu streichen – sofern es dort denn auftaucht.

Angler übernehmen Verantwortung und lernen mit der Natur umzugehen.

Heutzutage wissen auch die meisten Angler über diese Thematik Bescheid und können mit dem Thema entsprechend gut umgehen. Dass es sich beim Angelsport um mehr als nur einen Sport handelt, wird den meisten Leuten spätestens dann klar, wenn sie sich auf die Fischerprüfung vorbereiten. Inhalte und Themenbereiche der Prüfung sind äußerst umfassend und beschäftigen sich nicht ausschließlich mit typischen Angler-Themen wie Materialkunde, sondern auch sehr intensiv mit der Thematik des Umwelt- und Naturschutzes. Außerdem finden Themen wie zum Beispiel korrektes Verhalten am Angelgewässer sowohl bei den alten Hasen, als auch bei den Neulingen sehr viel Anklang.

Um Diskussionen zu vermeiden und die Gemüter nicht weiterhin anzuheizen, wäre es vielleicht auch nicht schlecht, wenn wir uns nicht als Sportangler, sondern eher als Hobbyangler und Naturschützer bezeichnen würden.