Wie Angler den Bissanzeiger richtig wählen

Beim Bissanzeiger kann man viel falsch machen. Jedoch ist es nicht schwer, das Angelgerät optimal zu ergänzen, damit Bisse sicher angezeigt werden.

Je nach Angelmethode merkt man gar nicht immer sofort, wenn ein Fisch den Köder genommen hat. Wird zu lange gewartet, kann der Fisch wieder verschwinden und mehr geht leer aus. Deshalb ist es manchmal von großem Vorteil, wenn ein Bissanzeiger zur Verfügung steht. Mit dem richtigen Anzeiger ist es möglich, Bisse immer schnell zu erkennen und somit die Aussichten auf einen erfolgreichen Fischfang deutlich zu erhöhen.

Wenn von Bissanzeigern die Rede ist, denken die meisten Angler automatisch an elektronische Bissanzeiger. Genau genommen ist dies sehr schade, da es unzählige weitere Angelprodukte gibt, die zum Anzeigen der Biss eingesetzt werden können. Die elektronischen Modelle haben jedoch Überhand genommen: Viele Angler setzen ausschließlich auf entsprechende Geräte.

Wie Bisse auch angezeigt werden können

Der Vollständigkeit halber soll an dieser Stelle zunächst verdeutlicht werden, welche Möglichkeiten existieren, um Bisse zu signalisieren. Denn auch mit einfachen Hilfsmitteln ist es möglich, eine gute Bisserkennung zu gewährleisten.

Der klassische Bissanzeiger ist immer noch die Pose. Sie zeigt Bisse direkt an. Selbst wenn Köder auf dem Grund angeboten werden, können Posen als optische Signalgeber eingesetzt werden. Es gilt lediglich die richtigen Montagen zu verwenden.

Bei typischen Grundmontagen greift man ansonsten auf Glöckchen (man denke an das berühmte Aalglöckchen) zurück. Sobald ein Fisch beißt und die Rutenspitze in Schwingung gesetzt wird, hört man dies. Eine visuelle Anzeige ist auch möglich, beispielsweise indem man eine mit Leuchtfarbe beschichtete Kugel oder ein Knicklicht (beim Nachtangeln) an der Rutenspitze einhängt. Aber auch das direkte Einhängen in die Angelschnur ist möglich. Bei der klassischen Durchlaufmontage bietet es sich an, diese Variante zu wählen: Ein kurzes Stick der straffen Hauptschnur wird eingezogen, damit man einen Bissanzeiger einhängen kann. Am besten wählt man eine mittlere Höhe: Bei regulären Biss geht der Signalgeber nach oben, bei einem Fallbiss senkt er sich.

Beim Fliegenfischen wird oftmals auf Bindematerialien zurückgegriffen. Ein kleines Büschel auffällig gefärbten Fells wird am Vorfach angeknotet und dann mit Schwimmfett beschichtet. Diese Anzeiger sind gut zu sehen und besonders leicht, weshalb sie kaum Widerstand leisten und somit den Fisch nicht erschrecken.

Elektronische Bissanzeiger: Die klare Nummer eins

Wenn es um Bissanzeiger geht, die in Verbindung mit einer klassischen Grundmontage eingesetzt werden, greifen die meisten Angler auf elektronische Bissanzeiger zurück. Vor allem beim Karpfenangeln gelten diese Modelle als sehr gefragt. Am Rodpod werden die Anzeiger montiert. In Verbindung mit einer Sounderbox ist es sogar möglich, Bisssignale per Funk zu übertragen.

Früher galten entsprechende Systeme als vergleichsweise kostspielig. Die Preise sind in den letzten Jahren jedoch deutlich gesunken. Dies gilt auch für Zubehör wie Rutenauflagen, Buzzerbars oder Monkeyclimber. Inzwischen kann man entsprechende Systeme äußerst preiswert kaufen. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass Qualität auch heute immer noch ihren Preis hat. Wer einen oder auch mehrere elektronische Bissanzeiger kaufen möchte, sollte sich ganz bewusst für ein Qualitätsprodukt entscheiden. Zuverlässigkeit und Lebensdauer sprechen für sich, zumal sich der Aufpreis in Grenzen hält, sollte man im richtigen Angelshop einkaufen.