Ein Watgürtel kann günstig sein und bietet viel Sicherheit

Die Wathose um einen Watgürtel zu ergänzen, ist grundsätzlich empfehlenswert. Erstklassige Gürtel kann man in vielen Angelgeschäften preiswert kaufen.

Dass das Waten nicht ganz ungefährlich ist, wissen relativ viele Angler. Doch wo genau die Gefahren liegen, weiß nicht jeder Petrijünger. Im Endeffekt gibt es zahlreiche Mythen rund um die Wathose, die schon so manchem Angler das Leben gekostet hat. Dabei sind die Zusammenhänge ganz simpel. Dieser Beitrag soll aufzeigen, wo die Risiken liegen und wie ein Watgürtel hier zumindest teilweise helfen kann.

Die Gefahr besteht letztlich darin, im Angelgewässer umzukippen, weil man beispielsweise stolpert. Häufig wird gesagt, dass Wathosen mit Wasser voll laufen und den Angler aufgrund des Gewichts auf den Grund ziehen. Dies stimmt jedoch nicht: Es würde dann ein ausgeglichener Druck entstehen, welcher die Hose nicht wesentlich schwerer macht. Man könnte immer noch schwimmen. Die wirkliche Gefahr besteht darin, dass die Luft aus der Wathose nicht entweichen kann. An den Fußenden und Beinen sammelt sich die Luft, wodurch ein enormer Auftrieb entsteht: Die Füße schwimmen oben, der Oberkörper wird unter Wasser gedrückt. Aus diesem Grund sind schon zahlreiche Angler (vor allem Fliegenfischer) ertrunken.

Um sich in solch einer Situation gibt es mehrere Möglichkeiten. Letztlich muss versucht werden, mit dem Oberkörper wieder nach oben zu kommen. Aufstehen ist jedoch kaum möglich. Deshalb sollte versucht werden, sich auf den Rücken zu drehen und dann den Rücken anzuwinkeln, damit der Hintern den Schwerpunkt bildet. Mit den Armen wird gerudert, sodass der Kopf über Wasser gehalten wird und man trotz nach oben zeigenden Hosenbeinen schwimmen kann. Ggf. hilft es, sich beim Umdrehen mit der Rute oder dem Watstock am Grund abzustoßen. Hat man erst einmal die Rückenschwimmhaltung eingenommen, kann man sich unter Umständen wieder hinstellen.

Wie der Watgürtel hilft

Ein Wartgürtel kann helfen, den Auftrieb der Wathose zu verringern. Er wird über der Hüfte angelegt und soll die Hose an den Körper drücken. Wichtig dabei: Den Gürtel erst im Wasser richtig anziehen bzw. noch einmal nachjustieren. Der Wasserdruck soll die Luft aus der Hose drücken - dann zieht man den Gürtel an. Sollte man kentern bzw. umfallen befindet sich deutlich weniger Luft in der Hose, wodurch sich der Auftrieb maßgeblich verringert. Allerdings funktioniert dies nur, wenn der Watgürtel auch einigermaßen vernünftig angezogen ist. Zu fest darf er allerdings auch nicht sitzen, damit man uneingeschränkt atmen kann.

Spezielle Gürtelschlaufen muss die Wathose übrigens nicht aufweisen. Den Gürtel kann man einfach außen anlegen und dann festziehen. Übrigens handelt es sich hierbei um eine Investition, die nicht teuer sein muss. In vielen Angelgeschäften kann man entsprechendes Watzubehör günstig kaufen. Außerdem braucht man kein teures Modell kaufen. Ein solider Gürtel, der sich sicher verschließen lässt (am besten stufenlos), reicht vollkommen aus.