Als Angelguide arbeiten: Nicht immer ein Traumjob

So mancher junge Fliegenfischer kann sich vorstellen, als Angelguide zu arbeiten. Allerdings ist der Job nicht so leicht, wie häufig angenommen wird.

So mancher Angler ist vom Fliegenfischen so sehr begeistert, dass er in diesem Bereich arbeiten möchte. Allerdings ist dies leichter gesagt als getan - besonders wenn man direkt am Angelgewässer arbeiten möchte. Zwar gibt es einige Leute, die sich als Guides durchschlagen bzw. mit diesem Job ihren Lebensunterhalt verdienen können, allerdings darf man sich nicht blenden lassen: In diesem Beruf ist es nicht leicht, gut über die Runden zu kommen.

Zunächst einmal sei angemerkt, dass es vor allem darauf ankommt, wo man arbeitet. Gerade in Deutschland haben es Angelguides nicht leicht. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine Tätigkeit, der man nur nebenberuflich bzw. während der Freizeit nachgehen kann. Beeindruckend große Angelreviere, die zahlungskräftige Touristen anlocken, gibt es in Deutschland einfach nicht. Ganz anders als beispielsweise in Ländern wie Kanada oder den USA. In Regionen wie British Columbia oder Montana kann je nach Saison ein enormer Zulauf an ausländischen Fliegenfischern bestehen, die an begleiteten Angeltouren teilnehmen.

Das Ausland bietet die größten Chancen

Dementsprechend sollte man sich überlegen, wo man als Guide arbeiten möchte. In Ländern wie Kanada oder den USA hat man es leichter, sich al Angelguide durchzuschlagen. Der Zulauf ist teilweise enorm, sodass in der Tat die Möglichkeit gegeben ist, von diesem Job zu leben. Allerdings muss zugleich angemerkt werden, dass man es in diesen Ländern nicht leicht hat. Man kann dort nicht einfach einreisen und einem Guidingjob nachgehen. Es müssen unzählige Vorbereitungen getroffen werden.

Sollte man alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllen (in vielen Ländern reicht eine Arbeitserlaubnis nicht aus, sondern man muss außerdem eine Guiding-Lizenz aufweisen), kann man theoretisch sein Glück versuchen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass viele Märkte in festen Händen sind. Ohne gute Kontakte wird man nicht weit kommt. Am größten sind oftmals die Chancen, wenn man deutsche Fliegenfischer betreut, die man selbst als Kunden gewonnen und beispielsweise zum Buchen der Touren bewegen konnte. Alles in allem ist es nicht leicht, sich in diesem Bereich behaupten zu können. Die Löhne sind nicht unbedingt hoch bemessen und Trinkgelder werden auch nicht von allen Anglern gezahlt.

Angelguide in Deutschland: Ganz klar ein Nebenjob

Wie schon erwähnt wurde, sieht die Lage in Deutschland nochmals anders aus. Zwar gibt es viele Fliegenfischer, die ständig Kurse geben und Guidings durchführen, allerdings sollte man sich hier nicht täuschen lassen: Selbst die bekanntesten Gesicht der Szene sind nicht dauerhaft ausgebucht und gehen in so gut wie allen Fällen noch anderen Berufen nach, um somit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Im Prinzip handelt es sich beim Fischen um ein Hobby, das auf einem vergleichsweise professionellen Niveau betrieben wird.