Fliegenfischen für mehr Abwechslung beim Angeln

Angeln kann viel Abwechslung bieten, besonders wenn man das Fliegenfischen probieren möchte. Anfänger sollten ihren Start jedoch gut vorbereiten.

Obwohl es in Deutschland eine stattliche Anzahl an Anglern gibt, haben nur relativ wenige dieser Leute schon einmal mit der Fliegenrute gefischt. Eigentlich ist dies sehr schade, weil das Fliegenfischen eine ganze Menge zu bieten hat. Zweifelsfrei ist das Angeln mit der Fliegenrute vollkommen anders, aber genau dies macht den Reiz aus: Es geht darum, den Fischen auf eine ganz besondere Art und Weise nachzustellen.

Der größte Unterschied gegenüber dem Allround-Angeln besteht darin, dass der Fliegenfischer mit einer anderen Schnur arbeitet. Beim Fischen geht es darum, die besonders leichten Köder mit Hilfe der Fliegenschnur zu werfen. Dementsprechend gilt es eine vollkommen andere Wurftechnik zu beherrschen. Zugleich sind die Angelgeräte auch ganz anders ausgelegt. Wer das Fliegenfischen erlernen möchte, kommt um eine eigenständige Fliegenangeln nicht herum. Es ist nicht möglich, eine konventionelle Angelrute einfach auszurüsten.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass man sich erst einmal Fliegenrute, Rolle und Schnur kaufen muss. Zwar werden diese Angelgeräte zwingend benötigt, jedoch können beim Zusammenstellen der Ausrüstung vergleichsweise viele Fehler gemacht werden. Sollten die einzelnen Angelgeräte nicht exakt aufeinander abgestimmt sein, kann sich das Fischen relativ schwer gestalten. Daher ist es auch wichtig, sich im Vorfeld ausreichend zu informieren, beispielsweise indem man Fachliteratur liest oder gar einen Kurs belegt.

Die Abneigung gegenüber Kursen ist zwar oftmals sehr groß, weil dadurch Kosten entstehen, aber dennoch ist diese Vorgehensweise ratsam. Ein guter Kursanbieter stellt die komplette Angelausrüstung, sodass man erst einmal Erfahrung sammeln und beispielsweise verschiedene Ruten und Fliegenschnüre ausprobieren kann. Mit dieser Erfahrung gestaltet es sich anschließend viel leichter, sich eine eigene Ausrüstung zusammenzustellen.

Wie man das Fliegenwerfen am besten lernt

Eine gut abgestimmte Ausrüstung reicht noch nicht aus, um am Wasser bestehen zu können. Die große Kunst besteht darin, die Fliegenschnur richtig werfen zu können. Das Spektrum an Würfen ist sehr groß. Leider sind diese nicht auf die Schnelle zu erlernen. Dies ist ein weiterer Grund, eine Fliegenfischerschule bzw. entsprechende Kurse zu besuchen. Vom Profi kann dort erlernt werden, welche Wurftechniken es gibt.

Natürlich ist es möglich, das Fliegenwerfen auch selbst zu erlernen. Allerdings bedarf dies viel Zeit und dann ist es umso wichtiger, Fachliteratur zur Hand zu haben, in welcher genau erklärt wird, wie die einzelnen Würfe aufgebaut sind bzw. wie man sie am Gewässer richtig umsetzt. Außerdem gilt es häufig zu üben: Es bedarf einer gewissen Zeit, bis man sich in der Lage befindet, die Fliegenschnur kontrolliert zu werfen und die Fliegen bzw. die Köder genau dort abzulegen, wo man möchte.

Allerdings lohnt es sich, diesen Aufwand zu betreiben. Zumal man längst nicht nur auf Forellen oder Äschen angeln kann. Das Fliegenfischen ist ungemein vielseitig, da man beispielsweise auch Raubfischen wie Hecht oder Zander nachstellen kann. Köder wie Hechtstreamer oder gar Lachsstreamer sind zwar nicht unbedingt leicht zu werfen, doch wenn man über Erfahrung verfügt und eine geeignete Fliegenausrüstung besitzt, kann man am Gewässer eine Menge erleben.