Wie Angler die richtige Fliegenrute kaufen

Bei der Fliegenrute ist eine gezielte Auswahl wichtig, damit sich die Fliegenschnur präzise werfen lässt. Hier steht, was beim Kauf dieser Angelruten zählt.

Die Zusammenstellung einer Angelausrüstung zum Fliegenfischen will in aller Ruhe bzw. sehr gezielt angegangen werden. Besonders bei der Auswahl der Rute gilt es aufzupassen. Gerade Einsteiger begehen hier oftmals Fehler, die sich später am Gewässer bemerkbar machen, beispielsweise weil sich die Schnur nicht besonders gut werfen lässt.

Anders als bei anderen Angelgeräten muss die Abstimmung sehr viel präziser erfolgen. Grund ist die enge Verknüpfung zwischen Angelschnur und Rute. Wenn die Fliegenrute nicht auf die Schnur abgestimmt ist, gibt es Schwierigkeiten beim Werfen. Im Vordergrund steht tatsächlich die Schnur: Bei der Anschaffung einer Fliegenausrüstung bzw. beim Zusammenstellen eine Fliegenangel stellt man sich die Frage, mit welcher Fliegenschnur man werfen möchte bzw. welche Schnurklasse diese haben soll. Darauf basierend werden dann Fliegenrute und Fliegenrolle ausgewählt.

Bei Fliegenruten auf hochwertige Materialien setzen

Wenn man dieses Prinzip verstanden hat bzw. man genauso vorgeht, kann man im Grunde gar nicht mehr so viel falsch machen. Dann gilt es nur noch auf die Qualität zu achten. Deren Bedeutung ist nicht zu unterschätzen: Fliegenrute sind vergleichsweise leicht konstruiert und gelten daher als empfindlich. Sollte man sie fallen lassen und der Blank beschädigt werden, kann es im Drill bzw. teilweise sogar schon beim Werfen zum Rutenbruch kommen. Um dies zu verhindern, entscheidet man sich am besten für Markenqualität bzw. eine Rute in hochwertiger Ausführung. Außerdem gilt es beim Umfang mit dem Angelgerät vorsichtig zu sein.

Theoretisch kann man schon relativ preiswert einsteigen. In vielen Angelgeschäften werden günstige Ruten angeboten. Doch meist ist es besser, die Finger von den billigen Modellen zu lassen. Hier gilt zumeist: Wer billig kauft, kauft zweimal. Daher ist es ratsam, an der Angelrute nicht zu sparen. Lieber kauft man ein Qualitätsprodukt, damit man daran lange Zeit eine große Freude hat. Außerdem zeichnen sich viele Markenruten dadurch aus, dass sie an eine umfassende Garantie gekoppelt sind. Sollte es einmal zur Beschädigung kommen, ist es möglich, auch Jahre nach dem Kauf immer noch Ersatzteile zu beziehen.

Was Einzelheiten, wie beispielsweise die Griffform oder die Rutenfarbe betrifft, so kommt es auf den Hersteller und gewissermaßen auch auf die Modellpolitik des Herstellers an. Bei der Rutenlänge stellt sich die Frage, wo man fischen möchte und welche Köder zum Einsatz gelangen. Wer beispielsweise am Bach fischen möchte, sollte keine Rute mit 9 oder gar 10 ft (Fuß) an Länge wählen. Eine kurze 7 oder 8-fuss lange Bachrute ist zweifelsfrei die bessere Wahl. Übrigens sollten sich Einsteiger bewusst für eine Einhandrute entscheiden, um somit das Fliegenwerfen leichter zu erlernen. Wer über gefestigte Grundkenntnisse im Werfen verfügt, kann sich an eine Zweihandrute heranwagen.

Die Preise der Angelhändler vergleichen

Gute Fliegenruten sind nicht unbedingt billig. Je nach Hersteller ist es möglich, dass mehrere hundert Euro an Kosten entstehen. Diese Preise sind im Bereich des Fliegenfischens keine Seltenheit. Gerade deshalb ist es auch so wichtig, dass man sich ausreichend Zeit für die Auswahl nimmt. Auf der anderen Seite muss gesagt werden, dass auch die Wahl des Angelhändlers nicht zu unterschätzen ist. Wer im richtigen Angelladen einkauft, spart bares Geld. Schließlich könnten teilweise große Preisunterschiede bestehen.

In diesem Zusammenhang ist auf die Angelshops im Internet zu verweisen. Inzwischen gibt es mehrere Händler, die sich auf das Fliegenfischen spezialisiert haben und online mit einer schönen Auswahl und vor allem auch mit günstigen Preisen überzeugen. Auf diesem Weg lässt sich so manche Traumrute günstig erstehen. Allerdings hat der Onlinekauf einen Nachteil: Man kann die Ruten nicht vorher zur Probe werfen. Außerdem muss man sich um das Einschicken im Garantiefall meist selbst kümmern. Dementsprechend ist es manchmal besser, bewusst vor Ort im Angelladen einzukaufen.

Beim Kauf gebrauchter Ruten gilt es sehr vorsichtig zu sein. Wie schon erwähnt wurde, können leichte Beschädigungen am Rutenblank zum Rutenbruch führen. Daher ist es ratsam, eine Fliegenrute (ganz egal ob Glasfieberrute, Carbonrute oder eine gespleisste Rute) nur dann gebraucht zu kaufen, wenn man sei vorher in Augenschein und am besten zur Probe werfen kann.