Den Grundwurf für das Fliegenfischen lernen

In diesem Artikel stellen wir Euch den Grundwurf vor. Er wird auch als Überkopfwurf bezeichnet und stellt die wichtigste Wurftechnik dar.

Zum besseren Verständnis der Wurftechnik werden im Folgenden einige der Rutenpositionen mit Uhrzeiten angegeben. Damit eine eindeutige Zuordnung der Rutenpositionen erfolgen kann, folgt noch kurz eine Erläuterung zu den Uhrzeiten. Die Position 12 Uhr befindet sich genau senkrecht über dem Kopf, die Position 3 Uhr befindet sich hinter dem Rücken.

Der Grundwurf – der auch gern als Überkopfwurf bezeichnet wird - ist die wichtigste Wurftechnik, die ein Fliegenfischer auf jeden Fall beherrschen sollte.

Es sollte versucht werden, überwiegend aus dem Unterarm zu werfen und das Handgelenk möglichst starr zu halten. Erstens verbessert sich dadurch die Kontrolle, und zweitens sieht solch ein Wurf auch eleganter aus. Der Fuß auf der Seite des Wurfarmes sollte ein wenig nach vorn gesetzt werden.

Zunächst werden ungefähr fünf Meter Schnur von der Fliegenrolle gezogen und vorne abgelegt. Mit der freien Hand wird die Schnur oberhalb der Rolle gehalten. Dann kann es auch schon losgehen: Es erfolgt der ersten Rückschwung, d.h. mit zunehmender Beschleunigung wird die Rute von der Position 8:30 Uhr bis nach 1 Uhr bewegt - wobei der Stopp plötzlich erfolgen sollte, damit sich die Fliegenrute noch bis ungefähr 1:30 weiter biegen kann. Ab dem Zeitpunkt des Durchbiegens wird von der Streckungsphase gesprochen. Genau dann im Anschluss erfolgt die gegenläufige Beschleunigung der Rute bis ungefähr 10 Uhr. Sobald die vollständige Streckung der Schnur erreicht worden ist, erfolgt wieder der Rückschwung.

Dieses Spiel kann man jetzt im Prinzip so lange treiben, bis man sich dazu entschließt, die Fliege zu platzieren, beziehungsweise abzulegen. Dazu wird der Vorschwung wieder bei 10 Uhr gestoppt und anschließend folgt man mit der Rute der Schnur, indem man sie langsam absenkt.