Kanalangeln mit der Strömung klar kommen

Für erfahrene Angler ist das Kanalangeln kein Problem. Anfänger erfahren hier, welche Punkte beim Angeln am Kanal zu berücksichtigen sind.

Kanäle können erstklassige Angelgewässer sein. So mancher Angler winkt dankend ab, wenn man ihn zum Angeln an solch ein Gewässer einlädt. Oftmals sind schlechte Erfahrungen der Hintergrund, denn sofern man sich in diesem Bereich auskennt bzw. man sich für die richtigen Montagen entscheidet, ist es durchaus möglich, große Fänge zu machen. Im Grunde kommt es nur auf die Angelmontage und die Angelgeräte an.

An dieser Stelle ist anzumerken, dass ein Kanal kann unterschiedliche beschaffen sein kann. Es gibt Kanäle, die größere Binnengewässer verbinden und teilweise beachtliche Breiten aufweisen. Dort herrschen zumeist relativ starke Strömungen vor, die für den Angler oftmals die größte Herausforderung darstellen. Es gibt aber auch schmale Kanäle, deren Strömung nicht sehr stark bemessen ist. An solchen Gewässern gestaltet sich das Angeln nicht so schwierig, da man aufgrund der schwächeren Strömung keine so großen Schwierigkeiten mit verhedderten Schnüren und Montagen hat.

Beim Kanalangeln auf die richtige Montage setzen

Bei einer starken Strömung geht es in erster Linie darum, auf geeignete Montagen zu setzen. Selbst eine einfache Posenmontage kann sich unter anderem verheddern. Deshalb ist es im Allgemeinen ratsam, gezielt mit Blei zu arbeiten, um Verwicklungen zu verhindern. Außerdem ist es von immensem Vorteil, wenn man einen Kanal genau kennt. Je nach Angelstelle kann die Strömung nämlich ganz unterschiedlich stark sein.

Sofern man anfüttern möchte, sollte die Strömung gut berücksichtigt werden. Wer falsch anfüttert bzw. sein Lockfutter nicht richtig anmischt, muss damit rechnen, dass es viel zu schnell abgetrieben wird. Im Allgemein gilt beim Angeln am Kanal: Besser wenig anfüttern und dafür immer wieder nachlegen. Zudem sollte gerade beim Stippen eine Angelstelle gewählt werden, an welcher die Strömung nicht so stark ausfällt.

Fliegenfischen am Kanal

Am Kanal kann man nicht nur mit der Stipprute oder Spinnrute angreifen. Die Freunde des Fliegenfischens kommen auf gar keinen Fall zu kurz. Forellen aber auch Hecht, Rapfen und Zander können mit der Fliegenrute angegriffen werden. Wie man hierbei vorgeht, hängt stark vom Gewässer ab.

Am besten ist es natürlich, wenn man Waten kann. Doch gerade an Kanälen ist dies nicht immer möglich. Teilweise sind die Kanäle bereits in Ufernähe unglaublich tief. An einem schmalen Kanal macht das Waten auch wenig Sinn, weil man womöglich die Fische in der gesamten Umgebung verscheucht. Anpirschen und vom Ufer aus die Fliegen präsentieren ist dann meist die beste Taktik.

Was die Köder betrifft, so kommt es ganz darauf an, auf welchen Raubfisch man es abgesehen habe. Das Angeln mit Nymphen ist möglich, allerdings gibt es relativ viele Fliegenfischer, die am Kanal vorzugsweise den Streamer auspacken und damit bewusst Hecht oder Zander nachstellen. Wichtig an großen Kanälen: Ordentliche Schnurklassen wählen, damit eine ausreichende Wurfweite erzielt werden kann. Gerade wenn Kanäle tief sind, empfiehlt sich das Fischen mit Sinkschnur, damit der Streamer auch tatsächlich an den Raubfischen vorbeizieht.