Nymphen beim Fliegenfischen richtig einsetzen

Als Köder sind Nymphen eine ausgezeichnete Wahl. Allerdings ist man beim Angeln trotzdem nur erfolgreich, wenn man die Fliegen richtig präsentiert.

Wenn es um die Köder beim Fliegenfischen geht, denken viele Leute ganz automatisch an die Trockenfliege. Doch genau betrachtet ist dieser Köder gar nicht so fängig. Je nach Wetterlage oftmals besser, zu einem anderen Kunstköder zu greifen. Vor allem die so genannten Nymphen gelten mittlerweile als sehr gefragt. Sie fangen vergleichsweise gut und führen im Vergleich zur Trockenfliege zumeist häufiger zum Fang.

Auch wenn die Angelnymphe den Ruf genießt, ein erstklassiger Köder zum Fang zahlreicher Fische zu sein, muss sich der Fangerfolg nicht immer am Gewässer einstellen. Beim Nymphenfischen ist die Technik enorm wichtig. Sollte man den Angelköder falsch präsentieren, können unzählige Anläufe gestartet werden und trotzdem wird man nicht fangen.

Die Nymphen als Köder richtig präsentieren

Zunächst einmal gilt es zu wissen, weshalb die Nympe als Angelköder zu gebrauchen ist bzw. wo sie ihren Ursprung hat. Die entsprechende Fliege verkörpert einen Kunstköder, der eine echte Nymphe imitiert. Die echten Lebewesen, von denen sich die Fische ernähren, kommen im Gewässer zuhauf vor. Sie verkörpern eine Lebensform, die sich zum Insekt entwickelt. Die Nymphen leben zahlreiche Monate im Wasser, bevor sie aufsteigen und das Gewässer verlassen. Als Fliege oder Mücke verbringen sie im Endeffekt nur ihre letzten Tage oder Wochen. Sie kehren jedoch an das Wasser zurück, um dort ihre Eier abzulegen. So wird der Lebenskreislauf dieser Tiere geschlossen.

Im Grunde leben Nymphen im Gewässer sehr gefährlich. Fische und andere Tiere sind ihre Fressfeinde. Sie halten sich daher am Grund versteckt. Die Fische wissen dies und suchen daher am Gewässergrund nach Futter. Wer mit Nymphen angeln möchte, sollte den Köder deshalb am Grund präsentieren. Hierzu lässt man den Köder einfach absinken. Die Strömung wird ihn dann über den Gewässergrund treiben - und die Fische packen im Optimalfall zu.

Schwierig wird es vor allem bei starker Strömung. Unter Umständen dauert es zu lange, bis die Nymphen bis auf den Grund abgesunken sind. Deshalb ist es an einige Bächen oder Flüssen empfehlenswert, auf beschwerte Angelköder zurückgreifen. Es gibt zum Beispiel Goldkopfnymphen oder Tungstennymphen. Das Tungsten sorgt für ein zusätzliches Gewicht, was die Köder schnell absinken und außerdem langsamer am Grund treiben lässt.

Stets die Fliegenschnur berücksichtigen

Wichtig beim Nymphenfischen ist die Arbeit mit der Angelschnur. Da wäre zunächst das Vorfach, das an tiefen Gewässerstellen nicht zu kurz bemessen sein darf. Hier gilt die Faustregel: Das Fliegenvorfach sollte mindestens der doppelten Wassertiefe entsprechend. Schließlich wird das Vorfach nicht waagerecht nach unten zeigen, sondern schräg verlaufen. Wenn man beim Schnurverlauf einen Winkel von 45 annimmt, wird die doppelte Gewässertiefe an Vorfachlänge benötigt.

Außerdem gilt es zu wissen, dass die Strömung an der Wasseroberfläche stets stärker als am Grund ist. Damit die Nympen in Strömungsgeschwindigkeit über den Grund treiben und nicht von der oben schwimmenden Fliegenschnur gezogen werden, gilt es zu menden. Es geht darum, die Rutenspitzen so einzusetzen, dass die Entstehung eines Schnurbogens verhindert wird. Die Schnur sollte möglichst mit der Strömung laufen, damit keine unnötige Geschwindigkeit aufgebaut wird.

Am besten ist es natürlich, wenn man einen erfahrenen Fliegenfischer am Gewässer begleiten kann, der einem diese Form des Angelns direkt vermittelt. Deshalb ist es auch so empfehlenswert, Fliegenfischerkurse zu belegen oder auf eine Betreuung durch Guides zu setzen. Ansonsten gilt es sich Angelwissen mit Hilfe von Fachliteratur und durch eigene Erfahrungen anzueignen.