Wie das Nymphenfischen gelingt

Das Nymphenfischen sollte man nicht unversucht lassen. Viele Fische lassen sich fangen, wenn die Nymphen an der Schnur richtig geführt werden.

Sehr lange Zeit wurde das Fliegenfischen überwiegend mit Ködern wie Trockenfliege, Nassfliege und Streamer in Verbindung gebracht. Doch heutzutage gibt es relativ viele Fliegenfischer, die vorzugsweise die Nymphe als Köder wählen. Äußerst verwunderlich ist dies nicht, denn beim Angeln mit Nymphen ist es möglich, erstklassige Fänge zu machen.

Das Problem beim Fischen mit der Trockenfliege besteht darin, dass dieser Köder nicht an jedem Tag fängt. Je nach Wetter sieht es relativ schlecht aus, weil sich keine Insekten zur Eiablage an das Gewässer begeben. Außerdem ist inzwischen erwiesen, dass die Fische ihre Nahrung zum größten Teil unter Wasser bzw. sogar in Grundnähe aufnehmen. Folglich ist es umso interessanter, seine Köder genau dort zu präsentieren.

Genau hier setzt das Nymphenfischen an. Nymphen sind Köder, die Larven imitieren. Die meisten Insekten verbringen den Großteil ihrer Lebenszeit im Wasser. Wenn sie schlüpfen und davon fliegen, leben sie meist nur wenige Tage. Weil tausende Eier in und an den Gewässern abgelegt werden, ist das Nahrungsangebote an Larven immens groß. Sie stellen daher eine der wichtigsten Futterquellen für Forellen, Äschen und andere Fische dar.

Worauf es beim Nymphenfischen ankommt

Das Angeln mit der Nymphe ist im Grunde gar nicht so schwierig. Die Kunst besteht darin, den richtigen Köder zu wählen und ihn dann optimal im Wasser zu präsentieren. Hinsichtlich der Köderwahl ist anzumerken, dass es stark auf das jeweilige Angelgewässer ankommt. Es bietet sich an, Steine anzuheben und nachzusehen, welches Fischfutter dort zu finden ist. Wer Bachflohkrebse oder Köcherfliegenlarven findet, sollte entsprechend gebundene Nymphen ruhig einsetzen.

Am wichtigsten ist die Köderführung. Weil Nymphen bzw. Larven, Bachflohkrebse etc. überwiegend am Gewässergrund leben, muss auch der Köder dort präsentiert werden. So mancher Einsteiger glaubt deshalb, mit einer Sinkschnur fischen zu müssen. Dies ist jedoch nicht erforderlich. Beim Nymphenfischen wird schwimmende Fliegenschnur gesetzt. Im Endeffekt kann der Köder selbst abtauchen.

Den Köder lässt man bis auf den Grund absinken und dann driften. Die Strömung nimmt ihn von selbst mit. Weil die Strömung im oberen Bereich bzw. an der Wasseroberfläche stärker ist, gilt es die Fiegenschnur gezielt zu menden. Es sollte möglichst kein Schnurbogen entstehen, damit die Schnur nicht den Köder zieht, sondern langsam mit der Strömung fließt. Zugleich muss gewährleistet sein, dass die Nymphe bis auf den Grund absinken kann. An tiefen Gewässern und Gewässerstellen gilt daher: Die Vorfachlänge sollte mindestens die doppelte Gewässertiefe betragen, damit die die Vorfachschnur trotz Strömung den Grund erreichen kann.

Um die Nymphe auf Tiefe zu bringen, montieren einige Angler ein kleines Spaltblei oder sie greifen zur Tungsten-Nymphe oder Goldkopfnymphe. Diese Köder weisen ein höheres Gewicht auf und sinken daher schneller ab. Vor der Verwendung sollte geklärt werden, ob diese Köder am Angelgewässer erlaubt sind.

Über den Bissanzeiger wird heftig gestritten

Anders als beim Fischen mit der Trockenfliege gestaltet es sich schwieriger, Bisse zu erkennen. Da man den Köder oftmals nicht sieht, montieren viele Fliegenfischer einen Bissanzeiger. Diesbezüglich sind schon viele Streitereien aufgekommen, weil Bissanzeiger zum Teil mit der Pose bzw. dem Posenangeln gleichgesetzt wird. Einige Fliegenfischer verzichten daher komplett auf jegliche Bissanzeiger beim Nymphenfischen, andere montieren kleine Korkschwimmer oder auch eine Trockenfliege.

Am Anfang empfiehlt es sich, einen kleinen Bissanzeiger zu verwenden, um ein Gefühl zu entwickeln. Allerdings sollte geklärt werden, ob diese Methode zu angeln, am jeweiligen Gewässer auch gestattet ist. Sobald man erfahren ist, bietet es sich an, ohne entsprechendes Hilfsmittel zu fischen.