Beim Jerkbait angeln zählt die Köderführung

Wer erfolgreich mit Jerkbait angeln möchte, muss die Kunstköder richtig führen. Nur so lassen sich Barsch, Hecht oder Zander wirklich überlisten.

In den USA zählen Jerkbaits schon seit einer ganzen Weile zu den beliebtesten Angeködern überhaupt. Anfänglich war die Zurückhaltung bei den deutschen Spinnanglern relativ groß. Doch mittlerweile hat sich dies geändert: Vor allem junge Angler können sich für diese Köder begeistern und gehen deshalb dazu über, ihre Köderboxen entsprechend auszustatten.

Die Erfolge am Angelgewässer wollen sich jedoch nicht immer gleich einstellen. Es gibt Angler, die mehrere Stunden lang den Jerkbait auswerfen und wieder einholen und trotzdem nicht einen Raubfisch überlisten. Schnell wird behauptet, dass diese speziellen Wobbler nichts taugen. Allerdings darf man nicht voreilig urteilen: Beim Angeln mit Jerkbaits ist es norm wichtig, eine präzise Köderführung zu beherrschen.

Die Kunstköder müssen richtig präsentiert werden

Dies ist im Grunde auch der Unterschied zwischen einem klassischen Wobbler und einem Jerkbait. Letzterer verfügt über keine Schaufel, weshalb er andere Eigenschaften aufweist. Zunächst fällt auf, dass diese Köder nicht so schnell abtauchen. Dies liegt einzig und allein an der fehlenden Wobblerschaufel. Allerdings werden sie durch die fehlende Schaufel weniger gebremst, wodurch sie agiler geführt werden. Dies ist die eigentliche Stärke der Köder.

Beim Jerkbait Angeln geht es im Endeffekt darum, den Kunstköder sehr aktiv zu führen. Stupides bzw. eintöniges Einholen gibt es nicht. Das so genannte Einleiern kann man sich getrost sparen. Stattdessen gilt es aktiv mit der Spinnrolle und der Rutensitze der Spinnrute zu arbeiten. Wer sie richtig einsetzt, kann eine Köderführung erzielen, die mit anderen Wobblern nicht umzusetzen wäre.

Die Köder reagieren blitzschnell und bewegen sich dabei äußerst auffällig. So können sie zum Beispiel stark seitlich ausbrechen, wodurch sie für Raubfische umso unwiderstehlicher werden. Gerade an Gewässern mit hohem Befischungsdruck, wo beispielsweise Hecht und Zander nur noch schwer mit Kunstköder zu überlisten sind, bietet es sich an, die Jerkbaits aus der Angeltasche zu holen. Bei diesen Ködern sind die Raubfische nicht so misstrauisch und können daher besser überlistet werden.

So funktioniert beim Jerkbait Angeln die Köderführung

Wie schon erwähnt wurde, spielt der richtige Einsatz von Angelrolle und Angelrute beim Spinnfischen mit diesen Ködern eine wichtige Rolle. So ist es beispielsweise möglich, die Köder sehr aktiv zu führen, indem man kurze Stopps einlegt, die in erster Linie von der Rolle ausgehen. Mit der Rutenspitze gilt es dem Köder das eigentliche Leben einzuhauchen. Kurze Schläge, die in die lasche bzw. leicht durchhängende Angelschnur gegeben werden, übertragen sich direkt auf den Kunstköder und lassen ihn seitlich ausbrechen. Das klassische Twitchen funktioniert ungemein gut. Selbst beim konstanten Einkurbeln ist es mit ein wenig Übung möglich, die Rutenspitze so in die Schnur zu schlagen, dass der Köder im Wechsel seitlich ausbricht. Dieses Zickzack-Fischen wird auch als „Walk the Dog“ bezeichnet und gilt als sehr fängig.

Übrigens werden viele Jerkbaits bewusst nicht am Stahlvorfach, sondern an der Spinnstange geführt. Diese überträgt die Bewegungen, die von der Spinnrute ausgehen, deutlich direkter und erlaubt somit eine noch bessere Köderpräsentation.