Den Kunstköder Wobbler richtig führen

Der Wobbler ist ein Kunstköder, bei dem es auf die Köderführung ankommt. Nur bei richtiger Führung packen große Raubfische wie Hecht und Zander wirklich zu.

Viele Angler wissen gar nicht, vor welch langer Zeit einige Kunstköder bereits erfunden wurden. Dies gilt unter anderem für den Wobbler, die bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts gefischt wurden. Damals waren sie noch aus Holz gefertigt und nur wenige Leute konnten es sich leisten, dem Angelsport mit dem Einsatz solcher Köder nachzugehen.

Heutzutage sieht die Situation ganz anders aus. Eine Ausrüstung für das Spinnfischen ist schon für wenig Geld erhältlich. Die eigentlichen Köder sind ebenfalls günstig zu haben. Kein Wunder, dass sich viele Angler mit Wobblern eindecken. Dieser Köder übt nicht nur auf die Raubfische, sondern auch auf viele Petrijünger eine große Faszination aus.

Der Kunstköder fängt nicht automatisch

Viele Spinnangler sind der Meinung, dass Wobbler am Gewässer gut fangen, weil sie so real wirken und Raubfische wie Barsch, Hecht, Rapfen und Zander schnell überlisten. Doch meistens kommt es zu einer großen Enttäuschung: Als Kunstköder überzeugt der Wobbler nicht immer. Einige Angler werfen hunderte Male aus und fangen trotzdem keinen Fisch.

Diesbezüglich ist anzumerken, dass es Angeltage gibt, an denen es einfach nicht läuft bzw. die Raubfische einfach nicht zupacken wollen. Unter Umständen muss man mehrere Tage in Folge immer wieder antreten und womöglich tausende von Würfen absolvieren, bis der Fang gelingt. Allerdings läuft es nur ganz selten zu schlecht. Das größere Problem besteht darin, dass viele Angler die Köder einfach nur falsch führen.

Wobbler fangen nur, wenn sie im Gewässer richtig geführt bzw. den Fischen auch reizvoll präsentiert werden. Wer mit Wobblern oder Jerkbaits erfolgreich angeln möchte, sollte sich daher intensiv mit dem Thema Köderführung beschäftigen. Wenn man erst einmal verschiedene Techniken beherrscht, beißen Fische wie Hecht und Zander deutlich häufiger.

Köderführung beim Wobbler

Eine der größten Fehler bei Wobblerangeln besteht darin, den Köder einfach auszuwerfen, ohne über sein Verhalten im Wasser Bescheid zu wissen. Jeden neuen Kunstköder, den man noch nie zuvor gefischt hat, sollte man erst einmal auf Sicht fischen. So lässt sich schnell herausfinden, wie sich der Köder verhält bzw. wie er auf einzelne Aktionen, die von der Rute oder der Rolle ausgehen, auch reagiert.

Letzten Endes kann die Köderführung auf ganz unterschiedlichem Wege erfolgen. Ratsam ist es, die Wobbler nicht einfach nur einzukurbeln. Gerade dieser Kunstköder kann äußerst abwechslungsreich geführt werden, weshalb man diese Möglichkeit auch nutzen sollte. Schon das einfache Einlegen von kurzen Stopps gilt als wirkungsvolle Maßnahme. Den Köder ein bis zwei Sekunden lang ruhen zu lassen und ihn dann wieder einzuholen, verleitet viele Räuber zum Biss.

Je nach Wobbler ist auch das Twitchen möglich. Das gezielte Schlagen mit der Rutenspitze in die Angelschnur versetzt den Kunstköder in ruckartige Bewegungen, sodass er beispielsweise seitlich ausbricht. Spezielle Twitchwobbler und Jerkbaits erlauben zum Teil ausgefallene Varianten der Köderführung, die aber dennoch schnell erlernt werden können. Am besten ist es, mal einem erfahrenen Spinnfischer über die Schulter zu blicken, um möglichst viele Tricks und Kniffe zu erlernen.