Lockfutter am Angelgewässer richtig einsetzen

Viele Angler beherrschen das Anfüttern nicht, weshalb sie Lockfutter falsch einsetzen. Wer die Fische richtig anfüttert, fängt besser und spart Geld.

Es ist erschreckend, welch große Mengen an Futtermischungen von einigen Anglern in die Gewässer gekippt werden, um ein paar Friedfische an die Angel zu bekommen. Unmengen an Lockfutter landen im Wasser, was letztlich nur dem Gewässer schadet und außerdem nicht dazu beiträgt, dass mehr Fische am Angelhaken landen. So mancher Stippangler wäre deshalb gut damit beraten, seine Strategie zu bedenken.

Viele Angler glauben, dass große Futterteppiche automatisch mehr Fische anziehen und außerdem zu größeren Fängen führen. Dies trifft natürlich nicht zu. Ganz im Gegenteil: Je mehr Futter in das Gewässer gekippt wird, desto größer wird die Fläche, auf die sich die Fische verteilen. Zumal das Feederfutter oder Brassenfutter ohnehin nicht immer ankommen, wie es von den Anglern geglaubt wird. Von oben nichtsichtbare Strömungen treiben die Köder ab, weshalb schnell die Gefahr entsteht, dass unzählige Futterteppiche angelegt werden, an denen man gar nicht direkt angelt.

Zu viel Lockfutter schadet nur

Die negativen Folgen sollte man nicht unterschätzen. Es fängt bereits damit an, dass die Futtermischungen so fein gehalten sind, dass die Fische das Futter nicht aufnehmen können. Also bleiben große Futtermengen vollständig im Gewässer zurück. Diese werden von anderen Organismen nicht schnell genug aufgenommen, was wiederum zur Entstehung von Stellen führt, an denen sich Gase etc. bilden und die deshalb von den Fischen gemieden werden. Die Wasserqualität wird maßgeblich verschlechtert. An großen Gewässern mag diese noch kompensiert werden, an kleinen Gewässern sieht es anders aus.

Außerdem kippen Angler oftmals große Mengen an Geld ins Wasser. Viele Stippfischer kommen gar nicht auf die Idee, ihre Lockfutter selber zu machen. Dabei ist es nicht schwer, Futtermischungen für Brassen, Karpfen und andere Friedfische selbst zu machen. Die erforderlichen Zutaten kann man günstig kaufen und dadurch die eigenen Ausgaben immens senken. Rührt man die Mischungen selbst an, reduzieren sich die Kosten auf einen Bruchteil. Gibt man dann auch noch weniger Futterballen in das Wasser, spart man zusätzlich, sodass das eingesparte Geld anderweitig in die Angelausrüstung investiert werden kann.

Lieber kleine Futterkugeln nachfüttern

Nun werden einige Angler anmerken, dass sie aufgrund von Strömungen, die am Fluss vorherrschen, ständig erneut anfüttern müssen, um die Fische am Futterplatz zu behalten. Dies ist richtig. Allerdings müssen nicht gleich fünf handgroße Kugeln an Feederfutter in das Wasser geworfen werden. Bereits eine Kugel reicht meistens aus, weil sie aufgrund der modernen Lockstoffe, die in das Futter gegeben werden, über eine immense Wirkung verfügen und daher auch so Friedfische wie Brassen und Karpfen anlocken

Dementsprechend darf auch die Bedeutung der Lockstoffe bzw. Duftstoffe nicht vergessen werden. Angler, die ihre Futtermischungen selber machen, sollten dies berücksichtigen und an dieser Stelle nicht sparen. Wichtig ist allerdings auch eine richtige Dosierung: Die Herstellerempfehlungen gilt es einzuhalten, damit man die bestmögliche Wirkung im Angelgewässer erzielt.