Angelköder mit Lockmittel richtig aufwerten

Gute Lockmittel können die Wirkung der Köder stark beeinflussen und somit die Fangchancen beim Angeln erhöhen. Doch nur gute Lockstoffe helfen.

Wer der Meinung ist, dass Fische ihre Nahrung ausschließlich visuell bzw. mit den Augen suchen, liegt ziemlich falsch. Zwar gibt es einige Fische (besonders Raubfische), die in erster Linie visuell geprägt sind, doch im Endeffekt spielt der Geruch eine noch viel wichtigere Rolle. Angler können sich diese Erkenntnis zu nutze machen, indem sie auf Angelköder setzen, die über einen entsprechend intensiven Geruch verfügen. Je besser die Fische einen Köder riechen können, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihn finden und aufnehmen.

Für die meisten Angler dürfte dies keine große Neuigkeit sein. Die Hersteller von Angelgeräten und Angelzubehör machen für ihre Lockmittel schließlich genug Werbung. Dies gilt besonders für Köder, die beim Karpfenangeln eingesetzt werden. Aber auch für Futtermischungen werden inzwischen zahlreiche Lockstoffe angeboten, die zu größeren Fangerfolgen zielen können.

Boilies und Lockfutter mit dem richtigen Duft verbessern

Besonders an Gewässern, an denen ein höherer Befischungsdruck herrscht, kann es sich bezahlt machen, Angelfutter und Köder mit Lockmittel aufzuwerten. Das Prinzip ist einfach: Der Duftstoff wird hinzu gegeben, wodurch sich die Lockwirkung automatisch verbessert. Bei Boilies verhält es sich so, dass die Duftstoffe direkt in den Teig bzw. in die Teigmischung kommen. Hierbei ist es wichtig, sich an die Dosierungsempfehlung vom Hersteller zu halten, damit der Duft nach dem Kochen noch intensiv genug ist.

Bei Futtermischungen, die zum Anködern dienen, verhält es sich im Grunde nicht anders. Allerdings werden nicht immer flüssige Duftmittel eingesetzt. Einige sind auch in Pulverform erhältlich, damit sich das Mischen leichter gestaltet bzw. es zu einer gleichmäßigeren Verteilung kommt. Auch hier gilt es sich an die Empfehlungen des Herstellers zu halten, damit die Dosierung später stimmt. Wer zu großzügig oder zu sparsam dosiert, schadet sich selbst: Nur die richtige Menge stellt sicher, dass die Fische den Lockduft auch wahrnehmen können, er jedoch nicht zu aufdringlich wirkt.

Wer den eigentlichen Köder mit Lockmittel behandeln möchte, kann dies ebenfalls tun. Zu diesem Zweck werden in Angelgeschäften zumeist spezielle bzw. eigenständige Produkte angeboten. Wichtig ist vor allem die Einwirkdauer. Natürlich kann man einen Köder, wie zum Beispiel eine Made oder eine Teigmischung, kurz in das Mittel eintauchen. Doch meist wird der Duftstoff dann zu schnell abgegeben. Besser ist es, die Köder mehrere Stunden lang einzulegen, um eine bessere Wirkung zu erzielen.

Beim Kauf dieser Angelprodukte sollte man darauf achten, dass ausschließlich Qualität angeschafft wird. Markenprodukte sind in diesem Bereich eine clevere Entscheidung. Allerdings sollte man die Preise nicht unterschätzen. Teilweise können die Mittel relativ teuer sein. Deshalb ist es ratsam, verschiedene Angelhändler aufzusuchen oder auch Online-Angelshops zu durchstöbern, um einen Vergleich durchführen zu können.

Lockmittel für Kunstköder gibt es auch

Wer sich für das Spinnfischen interessiert oder gelegentlich selbst zur Spinnangel greift, wird mit Sicherheit wissen, dass Lockstoffe nicht nur für Naturköder angeboten werden. Auch Kunstköder können mit Duftstoffen ergänzt werden, wodurch sich laut Aussage der Hersteller bessere Fangergebnisse erzielen lassen.

Diesbezüglich ist anzumerken, dass die Wirkung nicht so gut bewiesen ist bzw. sich Unterschiede zwischen Anwendung und Verzicht der Lockmittel nicht so deutlich bemerkbar machen. Interessenten sollten entsprechende Produkte ruhig einmal probieren, jedoch nicht zu viel erwarten: Nur weil man einen Gummifisch in eine spezielle Lösung tunkt oder dieser bereits ab Kauf mit einem spezielle Lockduft ausgestattet ist, müssen die Raubfische nicht zwingend besser beißen.