Wie der Tauwurm als Köder richtig eingesetzt wird

Als Köder genießt der Tauwurm unter Anglern einen guten Ruf. Doch weil der Angelwurm so groß ist, wissen viele nicht, wie man ihn am besten präsentiert.

Wenn es darum geht, mit Wurm zu angeln, steht für relativ viele Angler fest, dass es unbedingt ein Tauwurm sein muss. Schon seit mehreren Jahrzehnten ist dieser Köder für viele Angler die Nummer eins. Ganz bewusst wird nicht zu jedem beliebigen Wurm, wie beispielsweise dem Rotwurm oder dem Mistwurm gegriffen. Stattdessen muss es der importierte Wurmköder aus Kanada sein.

Ganz grundlos existiert diese Einstellung natürlich nicht. Immerhin handelt es sich um einen Köder, der richtig gut fangen kann. Zahlreiche Fische lassen sich mit diesem Angelwurm überlisten. Hierzu zählen beispielsweise unzählige Friedfische wie Brassen, Rotauge, Rotfeder und Karpfen. Aber auch Raubfische wie Forelle (Regenbogenforelle und Bachforelle) Barsch oder Aal können auf Wurm gefangen werden.

Den Angelwurm richtig präsentieren

Dennoch zeigen einige Petrijünger erst einmal eine gewisse Zurückhaltung, wenn man ihnen diesen Köder anbietet. Dies liegt vor allem an der Größe: Der kanadische Tauwurm ist nicht gerade klein. Im Vergleich zu den Regenwürmern, die wir aus Deutschland kennen, fällt er deutlich größer aus. So mancher Angler fragt sich daher auch, ob es sinnvoll ist, den ganzen Wurm an den Angelhaken zu hängen.

Dies ist eine berechtigte Frage. Weil diese Würmer so groß und dementsprechend auch schwer sind, gilt es zu berücksichtigen, auf welchen Fisch man angelt. Im Grunde ist es immer möglich, den Wurm zu teilen. Kleine Stücke, von denen mehrere an einen Haken gehängt werden, sind beispielsweise ein guter Ansatz. Aber eine Wurmhälfte oder ein Drittel ist ein idealer Köder. Die Fische tun sich damit leichter, ihn aufzunehmen. In solchen Fällen ist es übrigens ratsam, ihn mit der Ködernadel auf den Angelhaken aufzuziehen. Dann hält er besser und zugleich ist die Hakenspitze ideal untergebracht.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, nur die Wurmspitze bzw. ein kurze Stück, das etwas einen Zentimeter lang ist und vom Kopf oder vom Schwanzende stammt, anzubieten. Weil ein Ende verschlossen ist, kann der Köder von anderen Fischen auch nicht so schnell abgelutscht werden. Gerade weil sich Tauwürmer so gut aufteilen lassen, reicht eine Packung Würmer meistens auch aus, um lange damit zu fischen. Spezielle Wurmhaken muss man übrigens nicht verwenden. Klassische Allround-Angelhaken reichen aus, weil die Wurmstücke ja so groß sind und daher auch gut halten bzw. ein großes Stück vom Haken bedecken. Ob man ihn auf Grund oder an der Pose anbietet, ist natürlich eine Frage der persönlich gewählten Angelmethode.

Wo man den Tauwurm als Köder kaufen kann

So mancher Angler hat schon versucht, Tauwürmer im eigenen Garten zu fangen. Doch wie schon erwähnt wurde, handelt es sich um einen Angelköder, der importiert wird. In Kanada ist diese Wurmart sehr verbreitet. Aufgrund der großen Nachfrage ist es möglich, diese Wurmköder trotzdem relativ günstig über Angelgeschäfte zu kaufen.

Extra eine eigene Wurmzucht anzulegen, lohnt sich nicht. Es ist nicht leicht, diese Würmer zu züchten. Nur wenigen Anglern ist bisher dieses Kunststück gelungen. Außerdem darf der Aufwand nicht unterschätzt werden. Wie schon erwähnt wurde, kann man diese Würmer im Angelshop mittlerweile günstig kaufen. Da sie lange halten bzw. als Köder ergiebig sind, dürfte das zu verkraften sein.