Wie das Jerken beim Angeln mit Kunstködern funktioniert

Es ist nicht schwer, Köder zu Jerken. Klassische Jerkbaits sowie auch Softjerks kommen als Kunstköder in Frage. Wichtig ist eine geeignete Spinnrute.

Beim Spinnfischen geht es längst nicht nur um die Wahl des Köders. Letzten Endes nützt einem der beste Wobbler oder Gummifisch nichts, wenn man ihn nicht richtig führen kann. Wer eine gute Köderführung beherrscht, wird auch mit vergleichsweise einfachen Ködern mehr Erfolg als andere Raubfischangler haben.

Eine Form der Köderführung im Bereich des Spinnfischens ist das so genannte Jerken. Es gibt viele Angler, die nicht genau wissen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Aus diesem Grund wird nachfolgend aufgezeigt, was unter dieser Angelmethode zu verstehen ist und wie man beim Führen der Raubfischköder am besten vorgeht.

Jerken ist eigentlich nicht neu

Um erst einmal eine Sache vorwegzunehmen: Beim Jerken handelt es sich um keine neue Erfindung. Im Grunde gibt es Spinnangler, die bereits seit Jahrzehnten auf entsprechende Methoden der Köderführung zurückgreifen. Vielmehr kommt dieser Begriff aus Amerika und einige deutsche Angler haben ihn übernommen – sehr zur Verwirrung anderer Petrijünger.

Zum Einsatz gelangen so genannte Jerkbaits. Hierbei handelt es sich um einen Begriff, der relativ weit dehnbar ist bzw. über keine genaue Abgrenzung verfügt. Je nach Hersteller, Angelhändler und Angler bekommt man unterschiedliche Definitionen zu hören. Die meisten Angler haben für sich festgelegt, dass es sich bei einem Jerkbait um einen Kunstköder handelt, der mit dem Wobbler verglichen werden kann. Der einzige Unterschied: Er verfügt über keine Tauchschaufel. Andere Angler sagen wiederum, dass es auch Jerkbaits gibt, die über eine Schaufel verfügen. Am Ende ist es auch egal: Es geht darum, gute Köder am Angelgewässer einzusetzen und Raubfische wie Barsch, Hecht und Zander damit zu überlisten.

Übrigen gibt es auch so genannte Softjerks. Diese sind noch nicht einmal aus Holz oder Kunststoff gefertigt. Stattdessen bestehen sie aus Gummi und fallen daher eigentlich in den Bereich der Weichplastikköder. Die Besonderheit dieser Köder besteht darin, dass sie über keine Eigenaktion bzw. beim simplen Einholen keine besonders guten Laufeigenschaften aufweisen. Beim Jerken geht es darum, Angelrolle und Rute so einzusetzen, dass den Ködern mehr Leben eingehaucht wird.

Der Einsatz der Spinnrute ist wichtig

Das Ziel beim Jerken besteht im Endeffekt darin, dem Kunstköder ein Leben einzuhauchen, indem man ihn ruckartig bewegt. Ein Ruck kann durch die Spinnrolle initiiert (sowohl mit der Stationärrolle als auch mit der Baitcastolle) werden. Noch besser eignet sich jedoch die Rutenspitze, mit welcher man die Angelschnur und somit auch den Köder beschleunigt. Es ist auch erlaubt, die Rutensitze in die schlaffe Angelschnur zu schlagen: Leichte Hiebe können den Köder ungemein beschleunigen.

Die ruckartigen Bewegungen, die auf die Köder ausgeübt werden, verleihen ihnen eine besondere Aktion. Es können sterbende bzw. verletzte Beutefische imitiert werden - dies ist auch der Grund, weshalb Raubfische so gerne auf Jerkbaits beißen. Wichtig dabei: Die Köder müssen vor allem seitlich ausbrechen. Die Angelrute muss man deswegen jedoch nicht zwingend seitlich bewegen. Beim Jerken sowie auch beim Twitchen (das im Grunde nichts anders als eine spezielle Variante des Jerkens ist) kann die Spinnrute vertikal oder auch horizontal bewegt werden, um den Köder in Aktion zu bringen.

Wichtig dabei: Die Angelrute sollte möglichst kompakt bemessen sein bzw. die Marke von zwei Metern nicht großartig überschreiben. Diese Ruten sind leicht, wodurch es sich angenehmer fischen lässt. Noch wichtiger ist jedoch die Tatsache, die Rute besser absenken und den Köder genau kontrollieren zu können. Mit Angelruten jenseits der 3-Meter Marke hätte man es vergleichsweise schwer. Man müsste deutlich mehr Kraft aufwenden und gleich wäre keine so hohe Kontrolle gewährleistet.