Zander mit Gummifisch richtig überlisten

Wer mit Gummifisch auf Zander angeln möchte, muss den Köder richtig anbieten und führen. Erfahren Sie, was beim Spinnfischen auf Zander wichtig ist.

Zwar ist es möglich, den Zander auch mit Naturködern wie Köderfisch oder Gummifisch zu überlisten, jedoch gibt es viele Angler, die das Fischen mit der Spinnrute zweifelsfrei vorziehen. Vor allem die Möglichkeit, sich beim Angeln sehr aktiv einbringen bzw. den Köder gezielt präsentieren zu können, kommt richtig gut an. Allerdings ist das Zanderangeln mit Kunstködern kein Kinderspiel: Nur wenn man die richtigen Köder wählt und diese gezielt präsentiert, besteht die Aussicht auf Erfolg.

Schon so mancher Spinnangler hat sich vergeblich abgemüht: Trotz mehreren hundert oder tausend Würfe wollten die Zander den Köder einfach nicht nehmen. Dies kann frustrierend sein, jedoch gibt es letztlich nur eine Lösung. Es gilt weiterzumachen bzw. an der eigenen Angeltechnik zu arbeiten. Vor allem die Wahl des Köders ist entscheiden. Nur mit dem richtigen Zanderköder wird man Erfolg haben.

Der Gummifisch ist der ideale Zanderköder

Wer diesen Raubfisch mit Kunstködern fangen möchte, sollte sich für Weichplastikköder entscheiden. Hierbei handelt es sich um Köder, die ein großes Potential bieten. Dies gilt besonders für den Gummifisch. Zwar lassen sich Zander auch per Twister überlisten, doch die Praxis zeigt, dass gerade die Gummifische richtig gut fangen können. Große Gummifisch werden meist mit dem so genannten Angstdrilling am hinteren Ende versehen, damit auch vorsichtig zupackende Zander sicher gehakt werden.

Dieser Weichplastikköder ist für das Zanderangeln gleich aus zwei Gründen so interessant. Da wäre zunächst einmal die Tatsache, dass der Köder eine immense Aktion bietet bzw. die Aufmerksamkeit des Raubfisches stark auf sich ziehen kann. Dies liegt am Schwanz: Lässt man den Köder absinken, gerät die Schwanzflosse enorm in Bewegung und setzt somit einen visuellen Anreiz. Zum anderen ist die Möglichkeit gegeben, den Köder sehr tief bzw. direkt am Grund zu präsentieren, was letztlich sehr wichtig ist. Denn dort suchen die gestachelten Räuber besonders häufig nach Futter bzw. nach Nahrung.

Den Kunstköder richtig führen

So mancher Angler wird jetzt bestimmt sagen, dass er schon häufiger versucht hat, Zander mit Gummifisch zu fangen, die Erfolge jedoch ausgeblieben sind. Der ausbleibende Fangerfolg ist zumeist auf die Köderführung zurückzuführen. Es gibt viele Angler, die nicht genau wissen, wie man diesen Kunstköder einsetzen bzw. an der Spinnrute führen muss. Dabei ist die Köderführung entscheidet: Präsentiert man den Angelköder nicht richtig, werden die Raubfische nicht zupacken.

Beim Angeln mit Gummifisch ist es enorm wichtig, den Köder bis auf den Grund absinken zu lassen. Die Angelschnur gilt es dabei stets gespannt zu halten, damit man über einen direkten Kontakt zu Raubfischköder verfügt. Ist der Köder am Grund angekommen, kurbelt man ihn an. Je nach Spinnrolle werden ca. zwei bis drei schnelle Umdrehungen gemacht. Die Angelrute gilt es dabei starr zu halten. Wichtig ist eine ordentliche Beschleunigung: Schnelle Ankurbeln ist enorm wichtig, damit der Köder richtig in die Höhe steigt und ordentlich absinken und dabei taumeln kann. Außerdem gilt es ausreichend Pausen zu machen: Wenn man eingekurbelt hat, gilt es ein bis zwei ganze Sekunden abzuwarten. Mit dieser vergleichsweise einfachen Technik lassen sich die Zander gut überlisten.

Abschließend noch ein wichtiger Hinweis: Sollten sich neben dem Zander auch Hechte im Angelgewässer aufhalten, darf ein vorgeschaltetes Stahlvorfach auf gar keinen Fall fehlen. Ansonsten könnte es passieren, dass ein gefangener Hecht im Drill verloren geht.