Was ist für Jerkbait die beste Köderführung?

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Frage von: Ein Fan vom Spinnfischen

Ich habe nun schon häufiger mit Jerkbait geangelt, doch leider lassen die Erfolge auf sich warten. Bisher wollten keine Hechte oder Barsche die Kunstköder annehmen. Da es sich um Köder handelt, die aus Amerika stammen und nicht gerade günstig waren, denke ich wohl, dass es an der Köderführung liegt. Im Gegensatz zum Wobbler verhalten sich diese Kunstköder schon ein wenig anders. Was kann ich denn machen, um diese Köder in den Griff zu bekommen und die Raubfische endlich zum Biss zu verleiten?

Antwort:

Erst wollen wir kurz vorwegnehmen, dass der Begriff Jerkbait immer ein wenig schwer zu interpretieren ist. In Deutschland unterscheiden wir Angler gerne zwischen Jerkbaits und Wobblern. Die Amerikaner tun dies nicht. Den Begriff Wobbler kennt man dort eigentlich nicht, stattdessen werden alle Köder dieser Art (also Wobbler mit und ohne Schaufel) so bezeichnet.

Du meinst mit hoher Wahrscheinlichkeit Wobbler bzw. Fischimitate aus Holz oder Kunststoff, die ohne Schaufel gefischt werden. Der Unterschied gegenüber Wobblern besteht darin, dass sie ein anderes Schwimmverhalten aufweisen. Sie tauchen nicht so rasant ab, was bei der Köderführung berücksichtigt werden muss.

Dennoch ist es gar nicht so schwer, diese Kunstköder zu fischen. Die Kunst besteht (wie bei anderen Kunstködern übrigens auch) darin, das Schwimmverhalten zu kennen. Viele Angler machen den Fehler und werfen einfach aus und kurbeln dann ein. Wer nicht weiß, wie sich der Köder dabei verhält, kann es eigentlich gleich bleiben lassen. Daher unser Tipp: Erst einmal auf Sicht fischen. Natürlich wird man in dieser Zeit voraussichtlich keinen Raubfisch an den Haken bekommen, aber dafür weiß man genau, wie sich die Kunstköder im Wasser verhalten. Besser man investiert fünf Minuten, um die Jerkbaits auf Sicht zu fischen, um sich mit der Köderführung intensiv beschäftigen zu können. Es lohnt sich: Wer hier experimentiert und kreativ ist und seine Hecht Wobbler kennt, fängt garantiert.

Ein Tipp noch zur Köderführung. Es ist wichtig, nicht nur mit der Rolle, sondern auch mit der Spitze der Spinnrute zu arbeiten. Der Einsatz der Rutenspitze darf bei Techniken wie „Walk the Dog“ einfach nicht fehlen, um dem Köder so richtig in Bewegung zu setzen. Daher ruhig das Twitchen üben, damit die Kunstköder die Aufmerksamkeit von Hecht, Zander und Barsch wirklich auf sich ziehen.

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