Was ist beim Karpfen anfüttern die richtige Menge?

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Frage von: GC.

Bei uns am Gewässer vom Angelverein ist das Anfüttern zwar nicht so gern gesehen, aber es ist nicht verboten. Gerade wenn wir auf Karpfen angeln, wird üblicherweise mit Boilies angefüttert. Hierbei fällt mir auf, dass einige Vereinskameraden ordentlich zulangen und mal schnell zwei oder drei Kilo an Boilies in das Wasser kippen. Oft denke ist, dass diese Menge an Lockfutter selbst für Karpfen deutlich zu groß bemessen ist. Gerade wenn man seine Karpfenköder kauft, ist das doch auf lange Sicht ein teurer Spaß, oder?

Antwort:

So sind die Karpfenangler eben. Irgendwie scheinen alle zu meinen, dass eine große Menge an Lockfutter automatisch zu mehr Fischen führt. Letztlich ist das natürlich absoluter Unsinn. Irgendein paar Profis machen das vor und anderen kippen dann eben noch mehr Boilies zum Anfüttern ins Wasser, weil sie wohl tatsächlich glauben, dann die größeren Karpfen zu fangen.

Dabei ist es vollkommen übertrieben. Die Karpfen werden dadurch nicht stärker angelockt. Wer nun mit einer stärkeren Duftwolke argumentiert, muss im Grunde nur spezielle Lockboilies nehmen, die intensiv mit Lockstoff behandelt wurden. Somit erzielt man eine ähnliche Wirkung, jedoch braucht man keine drei Kilo an Boilies in das Gewässer zu geben. Denn im Endeffekt werden die Boilies gar nicht alle gegessen und verschlechtern nur die Wasserqualität. Dies ist auch der Grund, weshalb so viele Angelvereine und Gewässerpächter das Anfüttern verbieten.

Wo die richtige Menge liegt, ist schwer zu sagen. Aber meist reicht es vollkommen aus, eine handvoll Boilies zu verwenden. Mit der Zwille oder dem Wurfrohr lassen die sich sicher platzieren. Auch solche Scherze wie Futterboote braucht man nicht zum Angeln.

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